»Was geht das Dich an?«

»Was? Ich weiß wahrhaftig nicht, was es mich angehen könnte. Wenn Ihr zwölf Hundert Dollar für einen Kerl zahlen wollt und ihn grade im Drange der Erntezeit zu Grunde richten wollt, nur um Eurer Wuth zu fröhnen, so geht 's mich nichts an. Ich habe für ihn gethan, was ich konnte.«

»So? Was hast Du Dich in meine Angelegenheiten zu mischen?«

»Ich habe Euch schon manches Tausend Dollar gerettet, dadurch, daß ich zuweilen für Eure Leute Sorge getragen habe — das ist nun aller Dank, den ich davon habe. Wenn Eure Ernte geringer auf den Markt kommt, so verliert Ihr Eure Wette nicht. Tompkins wird Euch nicht den Rang ablaufen und Ihr werdet ganz niedlich hinzahlen müssen, nicht wahr? Mir ist schon, als sähe ich Euch dabei!«

Legree hatte, wie manche andre Pflanzer, nur eine Art Ehrgeiz, die beste Ernte zu haben; und er hatte gerade jetzt verschiedene Wetten in der nächsten Stadt schweben. Cassy berührte daher mit weiblicher Gewandtheit die einzige Saite, die bei ihm anzuschlagen war.

»Gut, ich will ihn mit dem loslassen, was er schon bekommen hat,« sagte Legree; »aber er soll mich um Verzeihung bitten, und bessere Manieren versprechen.«

»Das thut er nicht,« sagte Cassy.

»Nicht, he?«

»Nein, er thut 's nicht,« sagte Cassy.

»Ich möchte doch wissen, warum, Mistreß,« sagte Legree mit der äußersten Verachtung.