»Horcht! Was ist das?« sagte sie, indem sie den Finger aufhob.

»Es ist bloß der Wind,« sagte Legree. »Hörst Du nicht, wie verdammt er bläst.«

»Simon, kommt her,« sagte Cassy flüsternd, indem sie ihre Hand auf die Seinige legte und ihn an den Fuß der Treppe führte; »wißt Ihr, was das ist? Horcht!«

Ein wilder Schrei schallte die Treppe herunter. Er kam aus dem Boden. Legree's Beine schlotterten; sein Gesicht wurde weiß vor Furcht.

»Wollt Ihr nicht lieber Eure Pistolen zur Hand nehmen?« sagte Cassy mit einem Hohn, der Legree's Blut erstarren ließ. »Jetzt ist's Zeit, es zu untersuchen. Ich dächte, Ihr ginget jetzt hinauf; jetzt sind sie dran!«

»Ich gehe nicht!« sagte Legree mit einem Fluche.

»Warum nicht? So etwas wie Geister gibt es nicht, wisset Ihr! Vorwärts!« und Cassy schlüpfte die Wendeltreppe hinauf, lachend nach ihm zurückblickend. »Kommt doch!«

»Ich glaube, Du bist der Teufel!« sagte Legree. »Komm zurück, Hexe — komm zurück, Cass'! Du sollst nicht gehen.«

Aber Cassy lachte wild und flog weiter. Er hörte sie die Thür öffnen, welche zum Boden führte. Ein heftiger Windstoß fegte herunter und löschte das Licht aus, welches er in der Hand hielt, und dabei hörte er furchtbares, gräßliches Geschrei, was gerade in sein Ohr hinein zu kreischen schien.