»Wir wollten so treu dienen!« sagte der Andere.

»Schlechte Zeiten hier, Master!« sagte der Erste. »Kauft uns doch, Master, kauft uns!«

»Ich kann nicht! — Ich kann nicht,« sagte Georg mit schwerem Herzen, indem er sie fortdrängte, »es ist unmöglich!«

Die armen Kerle machten niedergeschlagene Gesichter und gingen schweigend fort.

»Bezeuge mir, ewiger Gott,« sagte Georg, indem er am Grabe seines armen Freundes knieete, »o, bezeuge mir, daß ich von dieser Stunde an Alles thun will, was ein Mensch kann, um diesen Fluch der Sklaverei aus meinem Vaterlande zu verbannen!«

Kein Denkmal bezeichnet die letzte Ruhestätte unseres Freundes. Er bedarf keines. Sein Gott weiß, wo er liegt, und wird ihn zur Unsterblichkeit erwecken, um mit ihm zu erscheinen, wenn er in seiner Herrlichkeit erscheinen wird.

Bemitleide ihn nicht! Solch' ein Leben und Tod sind nicht zu bemitleiden. Nicht in der Fülle von Allmacht ist der höchste Ruhm Gottes zu finden, sondern in der selbstverleugnenden, duldenden Liebe. Und gesegnet sind Die, welche er zur Gemeinschaft mit sich ruft, und ihr Kreuz ihm nachtragen in Geduld. Von denen steht es geschrieben: »Gesegnet sind die Traurigen, denn sie sollen getröstet werden.«


Zweiundvierzigstes Kapitel.
Eine wirkliche Geistergeschichte.

Aus irgend einem besondern Grunde waren Geistergeschichten um diese Zeit ungewöhnlich im Schwunge unter den Dienstboten auf Legree's Gute.