»Aber wie kannst Du glauben, daß ich mit dem Kinde etwas erreichen kann, wenn Du so fortfährst,« pflegte sie zu sagen.

»Gut, es ist unrecht, — ich will es nicht wieder thun; aber es ist gar zu drollig, das kleine Bild über diese Worte stolpern zu hören.«

»Ja, aber Du bestärkst sie ja in ihrem schlechten Wege.«

»Was macht 's denn aus? Ein Wort ist für sie so gut wie ein anderes.«

»Du willst, daß ich sie gut erziehen soll, und solltest also mit dem Einfluß, den Du ausübst, vorsichtig sein.«

»O Elend! freilich sollte ich das! aber wie Topsy selbst sagt: »ich bin so unartig!««

In dieser Weise schritt Topsy's Erziehung ein oder zwei Jahre fort, während deren Miß Ophelia sich täglich mit ihr plagte, wie mit einem chronischen Leiden, an dessen Beschwerden sie sich endlich so gewöhnte, wie andre Personen an ein Nerven- oder Kopfleiden.

St. Clare fand an dem Kinde dasselbe Vergnügen, wie an den Spässen eines Papagei's oder Hühnerhundes. Topsy dagegen pflegte, wenn sie in irgend einem andern Departement in Ungnade gefallen war, hinter seinem Stuhle Schutz zu suchen, und St. Clare wirkte dann stets auf eine oder die andre Weise Vergebung für sie aus. Von ihm erhielt sie auch so manche kleine Münze, die sie zu Nüssen und Zuckerkant verwendete, um sie mit sorgloser Freigebigkeit unter alle Kinder des Hauses zu vertheilen; denn Topsy war, um ihr Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, von Natur gutmüthig und freigebig, und nur bösartig in ihrer eignen Selbstvertheidigung.

Sie ist jetzt in unser corps de ballet genügend eingeführt worden, und wird darin von Zeit zu Zeit, neben den andern handelnden Personen, ihre Rolle spielen.