»Puh!« sagte Alfred, »das ist eins von Tom Jefferson's Stückchen von französischem Sentimentalismus und Unsinn. Es ist förmlich lächerlich, daß eine solche Idee noch jetzt unter uns herumspuckt.«
»Ich glaube es auch,« sagte St. Clare bedeutungsvoll.
»Denn,« fuhr Alfred fort, »wir können deutlich genug sehen, daß nicht alle Menschen frei und gleich geboren sind; sie sind sehr verschieden geboren. Was mich betrifft, so halte ich alles dieses republikanische Geschwätz für nichts als Unsinn. Es sind die Gebildeten, die Reichen, welche gleiche Rechte haben sollten, aber nicht die canaille.«
»Wenn Du die canaille von dieser Ansicht überzeugen kannst,« sagte Augustin. »In Frankreich sind sie einmal auch an der Reihe gewesen.«
»Natürlich müssen sie unter Druck gehalten werden, fest und consequent, so, wie ich es thun würde,« sagte Alfred, seinen Fuß fest niedersetzend, als wenn er auf Jemand stände.
»Es verursacht einen fürchterlichen Fall, wenn sie aufstehen,« bemerkte Augustin, — »zum Beispiel in St. Domingo.«
»Puh!« entgegnete Alfred, »dafür wollen wir hier schon sorgen. Wir müssen uns durchaus allen diesen Geschwätzen von Erziehung und Bildung entgegen stemmen, die jetzt überall gehört werden. Die untere Klasse muß keine Erziehung und Bildung haben.«
»Dafür möchte alles Beten nichts mehr helfen,« sagte Augustin; »eine Erziehung werden sie erhalten, und wir haben nur zu sagen, welche. Unser System ist, sie in Rohheit und Unmenschlichkeit zu erziehen. Wir zerreißen alle menschlichen Bande, und machen sie zu nichts als rohen, thierischen Geschöpfen; und als solche werden sie sich zeigen, wenn sie je die Oberhand gewinnen sollten.«