»Hier, Dodo,« rief sein junger Herr befehlend.

Dodo sprang zu ihm und hielt das Pferd, während Letzterer aufstieg.

»Da ist eine Picayune für Dich, Dodo,« sagte Henrique, »magst Dir Zuckerwerk dafür kaufen.«

Henrique galloppirte die Allee hinab, hinter Eva her, und Dodo blieb stehen, und blickte beiden Kindern nach. Das eine hatte ihm Geld gegeben, und das andere, was ihm mehr Noth that, — ein freundliches Wort. Dodo war nur erst wenige Monate von seiner Mutter entfernt. Sein Herr hatte ihn auf einem Sklavenmarkte seines hübschen Gesichtes wegen gekauft, um zu dem hübschen arabischen Pferde zu passen, und er empfing jetzt von den Händen seines jungen Masters die Dressur.

Die Prügelscene war von den beiden Brüdern St. Clare von einem andern Theile des Gartens aus mit angesehen worden. Augustins Wange glühte vor Unwillen, aber er bemerkte nur mit der ihm eigenthümlichen sarkastischen Nachlässigkeit:

»Ist das vielleicht, was man republikanische Erziehung zu nennen pflegt, Alfred?«

»Henrique ist ein Teufel von einem Jungen, wenn er hitzig ist,« sagte Alfred nachlässig.

»Ich vermuthe, Du hältst dies für eine nützliche Uebung für ihn,« bemerkte Augustin trocken.

»Ich würde es nicht verhindern können, wenn ich's auch nicht thäte. Henrique ist ein wahrer, kleiner Sturmwind; — seine Mutter und ich, wir haben ihn längst aufgegeben. Aber dieser Dodo ist auch ein hartnäckiger Bursche, — kein Peitschen kann ihm Schaden thun.«

»Und bringt Henrique zugleich den ersten Vers seines republikanischen Katechismus bei: ›Alle Menschen sind frei und gleich geboren!‹«