»Unser Gespräch führt zu nichts, Augustin. Ich glaube, wir haben diesen Kreislauf bereits fünfhundertmal gemacht. Was meinst Du zu einer Partie Puff?«
Die beiden Brüder sprangen die Stufen der Veranda hinauf, und saßen bald vor einem leichten Tische von Bambus, mit dem Puffbrette zwischen ihnen.
»Ich sage Dir, Augustin, wenn ich so dächte, wie Du, so würde ich wenigstens Etwas thun.«
»Wahrscheinlich, — denn Du gehörst zu der thätigen Klasse von Menschen, — aber was denn?«
»Ich würde meine eigenen Sklaven zum Muster für Andere erziehen,« sagte Alfred mit einem halb höhnischen Lächeln.
»Du könntest eben so wohl den Berg Aetna flach auf sie stellen, und ihnen heißen, darunter aufzustehen, wie mir rathen, meine Sklaven unter dieser erdrückenden Masse der Gesellschaft zu erziehen. Ein Mann allein kann gegen den Strom einer ganzen Commune nichts thun.«
»Du hast den ersten Wurf,« sagte Alfred, und beide Brüder waren bald in ihr Spiel vertieft, und hörten nichts mehr, bis der Schall von Pferdehufen unter der Veranda erklang.
»Da kommen die Kinder,« sagte Augustin, aufstehend. »Sieh' da, Alf, hast Du jemals etwas so Schönes gesehen?«
Und es war in der That ein schöner Anblick. Henrique mit seiner hohen, kühnen Stirn, seinen dunkelen, glänzenden Locken, und seiner glühenden Wange, lachte heiter, während er sich an seine schöne Cousine wendete, und Beide näher kamen. Eva trug ein blaues Reitkleid, mit einer Mütze von derselben Farbe. Die Bewegung hatte ihren Wangen höhere Farbe verliehen, und ließ ihre wunderbar durchsichtige Haut und ihr goldenes Haar noch eindrucksvoller erscheinen.