»Gott im Himmel! welche blendende Schönheit ist das!« rief Alfred. »Ich sage Dir, August, — wird sie nicht bald schon Manchem das Herz schwer machen?«

»Ja, nur zu sehr, — Gott weiß, ich fürchte es!« sagte St. Clare mit plötzlich bitterem Tone, während er hinunter eilte, um sie herabzuheben.

»Eva, Liebling! bist Du nicht sehr ermüdet?« sagte er, indem er sie in seine Arme nahm.

»Nein, Papa,« entgegnete sie; allein ihr kurzer, scharfer Athem beunruhigte ihren Vater lebhaft.

»Wie konntest Du so scharf reiten, liebes Kind? — Du weißt, es ist Dir so nachtheilig.«

»Ich fühle mich so wohl, Papa, und es gefiel mir so sehr, daß ich es vergaß.«

St. Clare trug sie auf seinen Armen in das Zimmer, und legte sie auf das Sopha.

»Henrique, Du mußt vorsichtiger mit Eva sein,« sagte er, »Du mußt nicht so scharf mit ihr reiten.«

»Ich will sie unter meine Pflege nehmen,« sagte Henrique, setzte sich an das Sopha, und nahm ihre Hand in die seinige.