Eva fühlte sich bald besser. Ihr Vater und Onkel setzten ihr Spiel fort, und die Kinder waren sich selbst überlassen.

»Weißt Du, Eva, es ist recht schade, Papa will nur zwei Tage hier bleiben, und dann sehe ich Dich so lange nicht wieder. Wenn ich hier bliebe bei Dir, würde ich mir rechte Mühe geben, immer gut zu sein, und nie Dodo hart zu behandeln. Ich will Dodo nichts Böses zufügen, aber, siehst Du, ich habe ein so hitziges Temperament. Ich bin nicht immer häßlich gegen ihn; ich gebe ihm manchmal eine Picayune. Ich glaube auch, im Ganzen genommen hat es Dodo recht gut.«

»Würdest Du glauben, daß Du es gut hättest, wenn Dir kein Wesen der Welt nahe wäre, das Dich liebte?«

»Ich? — natürlich nicht.«

»Und Du hast Dodo von allen den Freunden, die er hatte, fortgerissen, und nun hat er Niemanden mehr, der ihn lieb hat; — wer kann unter solchen Umständen gut sein!«

»Nun, ich kann's nicht ändern, ich wüßte wenigstens nicht wie. Ich kann nicht seine Mutter holen, und ich kann ihn nicht selbst lieben, oder irgend ein Andrer, so viel ich weiß.«

»Warum kannst Du nicht?« fragte Eva.

»Dodo lieben? Wie, Eva, das wirst Du doch nicht von mir verlangen! Ich kann ihn wohl ganz gern haben; aber Du liebst doch Deine Dienstboten nicht.«

»Gewiß thue ich das.«