St. Clare, muthwillig wie er war, schien sich an diesem Staunen zu ergötzen, und wandte sich von Neuem an das Kind.
»Topsy,« sagte er, »dies ist Deine neue Mistreß, ich übergebe Dich ihr; also betrage Dich jetzt gut.«
»Ja, Master,« entgegnete Topsy mit scheinheiligem Ernste, während ihre gottlosen Augen blinzelten.
»Du mußt Dich gut betragen, Topsy, verstehst Du,« sagte St. Clare.
»O ja, Master,« entgegnete Topsy, von Neuem blinzelnd, während ihre Hände andächtig gefaltet blieben.
»Nun, Augustin, in aller Welt, sage mir nur, wozu ist das?« sagte Miß Ophelia. »Dein Haus ist so voll von dieser Plage, daß man kaum seinen Fuß niedersetzen kann, ohne auf eins dieser Wesen zu treten. Wenn ich des Morgens aufstehe, so finde ich eins hinter der Thür liegen und schlafen, einen andern schwarzen Kopf unter dem Tische, und wieder einen andern auf der Fußdecke vor der Thür; und an allen Gittern hängen sie, und grinsen und schneiden Gesichter, und in der Küche wälzen sie sich fortwährend auf dem Boden umher! Wozu hast Du denn dieses Wesen noch nöthig gehabt?«
»Ich sagte Dir ja, — damit Du es erziehen sollst, weil Du immer von Erziehung sprichst. Ich dachte, ich wollte Dir ein frisch eingefangenes Exemplar bringen, um Deine Hand daran zu versuchen, und es auf den rechten Weg zu bringen.«
»Ich will dieses Wesen nicht haben, gewiß nicht. Ich habe schon mehr mit dieser Gattung zu thun, als mir lieb ist.«
»So seid Ihr Christen alle! — Gesellschaften könnt Ihr stiften, und ein paar arme Missionäre anwerben, um ihr ganzes Leben unter solchen Heiden zuzubringen; aber zeige mir Einen von Euch, der so ein Wesen zu sich in das Haus nehmen, und die Mühe der Bekehrung selbst übernehmen würde! Nein; wenn es dahin kommt, dann sind sie schmutzig und widerlich, und machen zu viel Umstände, und so weiter!«