»Still, still, weine nicht! Du sollst Alles wieder haben!« und mit diesen Worten wickelte er Alles wieder zusammen, warf es in Topsy's Schooß, und zog Ophelien in das nächste Zimmer.
»Ich glaube wirklich, Du kannst aus dem Besteck noch etwas machen,« sagte er, mit dem Daumen rückwärts über die Schulter deutend. »Ein Gemüth, das wirklichen Schmerz empfinden kann, ist des Guten fähig. Du mußt versuchen, ob Du etwas aus ihr machen kannst.«
»Das Kind hat sich wesentlich gebessert,« sagte Miß Ophelia. »Ich hege große Hoffnungen mit ihr; — aber, Augustin,« fuhr sie fort, ihre Hand auf seinen Arm legend, »eins muß ich Dich fragen: wem soll das Kind gehören, — Dir oder mir?«
»Nun, ich gab sie Dir,« sagte Augustin.
»Aber nicht in gesetzlicher Form; — ich möchte sie in aller Form Rechtens besitzen,« sagte Miß Ophelia.
»Hoho! Cousine!« sagte Augustin, »was werden die Abolitionisten davon denken? Die werden einen Bußtag wegen dieses Abfalls halten, wenn Du eine Besitzerin von Sklaven wirst!«
»O Unsinn! Ich will sie nur deßhalb mein nennen können, um das Recht zu haben, sie mit mir nach den Freistaaten zu nehmen und ihr dort die Freiheit zu geben, damit nicht Alles verloren sei, was ich für sie zu thun versucht habe.«
»O Cousine, was für ein schreckliches ›Uebles thun, daß Gutes daraus komme‹ ist das! Ich kann das nicht unterstützen!«
»Du mußt nicht darüber scherzen, sondern die Sache vernünftig betrachten,« sagte Miß Ophelia. »Alle meine Bemühungen, dieses Kind zu einem christlichen Kinde zu machen, sind vergeblich, wenn ich es nicht gegen alle Zufälle und Gefahren schützen kann, die ihm von der Sklaverei drohen; und wenn es wirklich Deine Absicht ist, sie mir eigenthümlich zu überlassen, so mußt Du mir eine in gesetzlicher Form ausgestellte Urkunde darüber geben.«
»Gut, gut,« sagte St. Clare, »ich will es thun;« worauf er sich setzte, und eine Zeitung zu lesen begann.