Roman. Preis: geh. M. 5,—; geb. M. 6,50

Leipziger Illustrierte Zeitung: Von den vielen neueren Romanen, die dieses Thema (die unverstandene Frau) ausführlich behandeln oder doch streifen, erscheint mir „Eine irrende Seele“, bei weitem als der echteste und glücklichste, weil er bei der Feinheit der psychologischen Zeichnung absolut keine Verteidigung dieses unglücklichen Frauentypus darstellt, sondern im Titel wie in der Handlung klar die tragische Schuld der Heldin in sich selbst legt. Es ist ein trauriges Buch, aber eines, das man voll innerer Läuterung aus der Hand legt. Ein Buch, das einen solche Frauen verstehen lehrt, uns aber auch die Krankheit ihrer Seelen nicht beschönigt. (Inhalt.) Alles in allem ist das Werk seiner ehrlichen Wahrhaftigkeit und des Erkennens einer Zeitkrankheit wegen ein ungewöhnlich gutes und lobenswertes Buch.

Das Witwenhaus

Roman. Preis: geh. M. 5,—; geb. M. 6,50

Frankfurter Zeitung: Mit einer ungewöhnlichen Sicherheit in der Charakteristik führt uns die Schriftstellerin all diese Weiblein, ihre Schicksale und Intrigen vor. Mit einer ungewöhnlichen Sicherheit schlingt sie alle Fäden ihrer Erzählung durch dies Haus, das wie ein lebendiges Wesen wird. Dabei begegnen wir überall jener tüchtigen Realistik in der Schilderung des Zuständlichen wie des Psychischen, wie sie gerade schreibenden Frauen von epischem Talent eigen ist.

Ehefrauen

Novellen. Preis: geh. M. 3,—; geb. M. 4,—

Saale-Zeitung: Wenn doch dieses Buch Mode würde! Wieviel künftiges Eheunglück könnte vermieden, wieviel gegenwärtiges geklärt und so vielleicht gemildert oder ganz geheilt werden! Denn diese Novellen zwingen jeden Leser zum Nachdenken. Gesetzgeber sollten verpflichtet sein, Helene von Mühlaus „Ehefrauen“ eingehend zu studieren, alle anderen Erwachsenen aber sollten wenigstens das Bedürfnis haben, diese Novellen zu lesen. Sie nützen sich damit viel, sehr viel.

F. E. Haag, Melle i. H.