Das letzte sagte er in der guten, herzlichen Weise, die sie so oft an ihm bestrickt hatte.

Der Mann auf dem Schemel erhob sich: „So, Herr!“

Er sah sich die Arbeit an. „Kostet?“

Ein unverschämter Preis wurde genannt.

„Auch in solcher Zeit wird die Not ausgenützt!“

Er warf ihm das Geld auf den Tisch. Er nahm ihm die Tasche aus der Hand — die Treppen hinunter und wieder ins Auto.

„Immer habe ich gewünscht, es möchte einmal ein Ereignis kommen, daß alles in der Welt auf den Kopf stellt. Ich weiß nicht, warum. Ich muß wohl zu jenen unglückseligen Naturen gehören, die das Gleichmaß des Lebens nicht ertragen können, und hab’ mir eingeredet, auch dich könnte ich nicht für immer ertragen. Kind, warum hast du das so hingenommen? Warum hast du dich nicht aufgelehnt? Du hast mich mit einem Glorienschein umgeben, weil ich ein paar lesbare Bücher geschrieben habe. Daß ich als Mensch nichts anderes als ein grausamer Egoist war, das hast du dir nicht eingestehen wollen.“

„Ich hab’ dich geliebt und war glücklich durch dich, das wog mir das, was ich entbehren mußte, auf.“

Aber die Verzweiflung fraß an ihm.

„Du bist so grenzenlos, so ganz unverantwortlich weich, Kind! Wie soll das werden, wenn du nun ganz einsam sein wirst? Wirst du das überhaupt ertragen, Maria?“