[40] Banka ist, wie uns Dr. Posewitz mittheilt, geologisch die am besten bekannte Insel des indischen Archipels; im Jahr 1710 wurde nämlich beim Anlegen eines trockenen Reisfeldes (ladang) das Zinn entdeckt, welches seit dieser Zeit in grossen Mengen gewonnen und in den Handel gebracht wird. Schon im Jahre 1725 wurden vom Sultan von Palembang, in dessen Besitz sich damals Banka befand, Chinesen zur Gewinnung dieses Erzes dahin gesendet, und noch im Jahre 1832 waren ausschliesslich chinesische Kulis in den Minen beschäftigt, welche zu vier Kongsies vereinigt und unter der Aufsicht von vier holländischen Ingenieuren und acht Gehilfen standen. Nebst Zinn findet man Gold, Wismuth, Eisen, Magneteisen, Kupferkies, Bleiglanz, Arsenkies und Schwefelkies, Manganerze und zahlreiche warme Quellen.

[41] Aus der Wurzel der Maniokbäume (Janipha manihot) wird eine Mehlsorte, das maniokka bereitet, welches Kassave heisst, wenn es in der freien Luft, und Tapioca, wenn es auf heissen eisernen Platten gewonnen wird.

[42] Siak ist der südlichste Bezirk der Provinz „Ostküste von Sumatra“; der zweite, Assahan genannt, hat ebenfalls noch einen Sultan, während der dritte Bezirk, Deli, trotz der Anwesenheit eines Sultans kaum mehr als eine holländische Provinz genannt werden kann.

[43] Obwohl schon seit uralten Zeiten die Malaien das Petroleum als Medicin gegen Hautkrankheiten gebrauchten, wurde doch erst im Jahre 1876 bei Sungei Durian die erste Quelle angebohrt; die erste Concession zum geschäftsmässigen Betriebe wurde im Jahre 1883 in Langkat gegeben. Die zahlreichen Quellen Sumatras geben einen sehr verschieden grossen Ertrag; während in Perlak, an der Ostküste Sumatras, täglich 140 Liter gewonnen werden, ist das Erträgniss bei Kollok (Padangsche Oberländer) 6000 Liter pro Tag!! (Die „Perlak-Petroleum Maatschappy“ scheint im Jahre 1901 einen ausserordentlichen Aufschwung genommen zu haben.)

[44] I. Theil, Seite 77.

[45] Seite 535 und ff.

[46] Dieser Fluss, zugleich der grösste Strom von Nord-Sumatra, hat zwei Quellen-Arme, welche weit auseinander liegen. Der nördliche, der rechte Simpangfluss genannt, entspringt auf dem Berge Gerdáng, während der linke Arm ungefähr 72 km südlicher seinen Ursprung zu haben scheint; sie vereinigen sich bei Kwala Simpang, wo noch wenige Jahre vor meiner Ankunft in Seruway ein Fort sich befand und vor Kurzem wieder ein neues Fort errichtet wurde. (Die Malaien bezeichnen die Ufer eines Flusses auch mit rechts und links; sie nehmen jedoch die Richtung der Quelle und nicht, wie wir, die der Mündung zum festen Punkte.)

[47] Seite 284.

[48] Häufig vorkommender Name javanischer Soldaten.

[49] Vide II. Theil, Seite 357.