Waffengeklirr. Verworrene Stimmen. Die Mauren brechen herein; an ihrer Spitze Hassan und Almansor. Letzterer bricht sich Bahn zur ohnmächtigen Zuleima. Gefecht.
Waldgegend. Man hört in der Nähe Waffengerassel und Kampfruf. Pedrillo kommt ängstlich und händeringend gelaufen.
Pedrillo. O weh! die hübsche Hochzeit ist verdorben!
O weh! die hübschen, seidnen Hochzeitkleider,
Die werden jetzt zerhauen und zerfetzt,
Und blutig obendrein, und statt des Weines
Fließt Blut! Ich lief nicht fort aus Feigheit, nein,
Beim Kampfe wollt' ich niemand in dem Weg stehn.
Sie werden fertig ohne mich. Schon sind
Die Feinde aus dem Saal zurückgedrängt, —
Und sieh!
(Nach der Seite gewendet.)
Schon vor dem Schlosse kämpfen sie.
Sieh dort! O weh! Der säbelt lustig drein!
Mir wär's nicht lieb, wenn solch ein krummes Ding
Mir flink und zierlich durchs Gesicht spazierte.
Dem dorten ist die Nase abgehau'n,
Und unserm armen, dicken Ritter Sancho
Hat man den fetten Schmerbauch aufgeschlitzt.
Doch sieh! wer ist der rote Ritter? Seltsam!
Er trägt den span'schen Mantel und gehört
Zur maurischen Partei — O Allah! Jesus!
(Weint.)
Ach, unsre arme, freundliche Zuleima!
Dem roten Ritter liegt sie auf der Schulter,
Er hält sie fest mit seinem linken Arm,
Und mit der rechten Hand schwingt er den Säbel,
Und haut, wie'n Rasender — er ist verwundet —
Er sinkt — Nein! nein! er wankte nur — Er steht,
Er kämpft — er flieht —
O weh! wo soll ich hin,
Auch hier muß ich den Leuten aus dem Weg gehn.
(Eilt fort.)