Almansor. Nenn's Eblis, nenn' es Satan, nenn' es Menschen,
Die tückisch arge Macht, die wild hinaufsteigt,
In meinen Himmel selbst —
Zuleima. So laß uns fliehn,
Hinab ins Blumental, wo Blümlein spielen,
Die Schmetterlinge flattern, Bächlein rauscht,
Libellen summen, Nachtigallen trillern,
Und stille, sel'ge Nebelbilder wallen —
Trag' mich hinab, ich bleib' an deiner Brust.
(Sie schmiegt sich an ihn.)
Almansor (springt auf und hält Zuleima im Arm). Hinab! hinab! die Blumen winken ängstlich,
Die Nachtigall ruft mich mit bangem Ton,
Der Sel'gen Schatten strecken nach mir aus
Die Nebelarme, riesig lang, ziehn mich
Hinab, hinab —
Fliehende Mauren eilen vorüber.
Die Jäger nahen schon,
Mein Reh zu schlachten! dorten klirrt der Tod,
Hier unten blüht entgegen mir das Leben,
Und meinen Himmel halt' ich in den Armen.
(Er stürzt sich mit Zuleima den Felsen hinab.)
Spanische Ritter, die den Mauren nacheilen, sehen beide herabstürzen, und treten entsetzt zurück. Man hört Alys Stimme. „Sucht ihn, sucht ihn, er muß uns nahe sein!“ Aly tritt auf.
Mehrere Ritter. Entsetzlich!
Aly. Habt ihr ihn und sie gefunden?