Dann schmeckt ähm der Schloof,

So schmeckt et köhn Kienig,

So schmeckt et köhn Groaf.

Darum lustig an’t Wirke,

Uhs Herrgott will’t hohn.

Dem fleißige Bauer,

Dem gibt er sei Lohn.

Simmern. Castellaun. Stromberg.

Die Römer hatten über den Hunsrück eine Heerstraße angelegt, die von Bingen über den sogenannten stumpfen Turm, an dem eine Ansiedlung namens Belginum lag, nach Neumagen an der Mosel und von dort nach Trier führte. Im Mittelalter war das Städtchen Simmern, wo eine Zeitlang ein Fürst residierte, der geistige Mittelpunkt des Hunsrück. Schon 1532 bestand dort eine Druckerei, die uns ein berühmtes Werk, das mit vielen Holzschnitten geschmückte Turnierbuch von Georg Rüxner, hinterlassen hat. Das nordwestlich von Simmern in dem fruchtbarsten Teile des Hunsrück gelegene Städtchen Castellaun, dessen Name jedenfalls auf römischen Ursprung hinweist, besaß gleich Simmern eine Burg, die die Franzosen im Jahre 1689 auf ihrem Raubzuge zerstörten. Im südlichen Hunsrück ist Stromberg ein Ort, geschmückt mit den Ruinen zweier Burgen, der einen Besuch reichlich lohnt. Devonischer Kalk tritt daselbst auf, der zum Betrieb von Kalksteinbrüchen anregte. Von dort wandern wir nach Sponheim, dem Stammsitze des bekannten Geschlechts der Grafen von Sponheim, die auch die Abtei Sponheim gründeten. In dieser herrschte nicht immer strenge Klosterzucht. Aber einen berühmten Abt des Klosters, von dessen Gebäuden nichts mehr erhalten ist, während ein fester Turm der Burg mit seinen 3 m dicken Mauern den Stürmen der Zeit noch Trotz bietet, nennt die Geschichte, Trithemius, benannt nach seinem Heimatorte Trittenheim an der Mosel, wo er 1462 geboren wurde. Er stellte die Klosterzucht wieder her und ragte unter seinen Zeitgenossen durch seine Gelehrsamkeit hervor. Seine berühmte Bibliothek wird noch heute in Heidelberg, wohin sie 1611 kam, aufbewahrt.

Kreuznach.