„Ich glaube, wir sollten besser mit der Elektrischen fahren!” stieß sie, nach Atem ringend, plötzlich hervor.
„Natürlich, Margakind!” Elli hatte die nächste Haltestelle erspäht. Sie half Marga in den Wagen und schmiegte sich drinnen dicht an sie. Sprechen konnte sie nicht.
Von der Station hinter dem Bahnhof erreichten sie schnell das Haus am Wenzelsberg. Noch zu rechter Zeit.
Ein furchtbarer, herzbrechender, den Körper schüttelnder Weinkrampf kam über Marga. Wehrlos mußte sie sich dem Schmerz überlassen, und ihr lautes Schluchzen erfüllte vom Flur das Haus. Therese, Käthe, der alte Herr stürzten herbei.
Noch nicht eine halbe Stunde später lag Marga mit hohem Fieber zu Bett.
In der Nacht wurde sie bewußtlos und redete irre. Alice, Perthes, die Sägemühle, der rasselnde Schleppdampfer zermarterten in wirrer, grauser Jagd ihr Hirn.
Geismar wurde gerufen. Er konnte noch kein bündiges Urteil geben, äußerte sich aber sehr besorgt.
Am Morgen konstatierte er ein Nervenfieber.
Marga reiste statt zu Thieles auf Güstow weiter, viel weiter. Bis an die Grenze zwischen Leben und Tod ...