„Für welchen Bazar?”

„Na — ich erzählte dir doch schon immerzu davon. Wir machen ein Wohltätigkeitsfest. Ich glaube für Säuglinge oder Seemänner oder so was. Eine feudale Sache jedenfalls. Ich bin mit im Komitee. Die Gräfin ist Vorsitzende. Ich habe mich entschlossen, eine Handarbeitsbude zu übernehmen. Dafür kauf' ich eben ein!”

„Aber Kind, du willst doch die Arbeiten nicht alle kaufen, wie sie hier sind?”

„So ziemlich!”

„Und dann willst du sie selber —”

„Du — das ist ja eben der Trick! — Ich mache an jedem ein paar Stiche. Wenigstens an manchen. Das Übrige gebe ich fort. Nachher mach' ich aller Welt weiß, jedes Stück und jeder Stich sei von mir. Die Leute werden's nicht glauben, aber sie werden sich drum reißen! Ach — und dann, du glaubst nicht, was wir für Überraschungen vorhaben. Das wird keine so abgeleierte, gewöhnliche Wohltätigkeitsschnurrerei! Werden uns hüten!” Und nun entwickelte sie, immer auf dem Boden sitzend, den Festplan in der skizzenhaften, schnoddrigen Form, in der sie stets ihre längeren Erklärungen abgab, überall dort, wo ihr nicht gleich das Wort einfiel, sich mit „so'n Dingsda!” behelfend. Perthes hätte ein Zeichendeuter sein müssen, wenn er diese Kette von „Dingsda” sich hätte auslegen können.

Doch darauf verzichtete er von vornherein. Er nahm seine Geduld zusammen und hörte scheinbar aufmerksam zu.

„Du vergißt, Alli”, begann er dann vorsichtig, „daß dein Zustand dir vielleicht, ja wahrscheinlich gar nicht erlaubt —”

„Na, höre! Ich werde doch nicht jetzt schon anfangen, mich zu kasteien.” warf sie dazwischen.

„Das will ich nicht sagen. Aber dem Umtrieb der Vorbereitungen wirst du nachher nicht gewachsen sein. Und überdies: wer weiß, ob du im November schon wieder dabei sein kannst?”