„Aber um Gottes willen! Ihr habt ja richtige Gesellschaft! Ich denke, wir sind drei, vier Personen!” rief er mit hoher, klagender Fistelstimme, während er dem alten Herrn die Hand schüttelte. „Ich bin ja gar nicht feierlich angetan!” Er wies auf seinen moosgrünen, verknitterten Bratenrock, der ihn nicht gerade Lügen strafte.
„Macht ja nichts, alter Freund! So feierlich wird die Sache gar nicht,” versicherte Richthoff beruhigend.
„Ich drücke mich! Hörst du? Ich zieh' mich um!”
„Dageblieben!” Richthoff hielt lachend seine Hand fest.
„Sie haben ja gar keine andere Toga,” schmunzelte Papa Wilmanns boshaft.
Borngräber überhörte ihn entrüstet. Er schlug die Hand vor den Kopf, beteuerte seine Unschuld und widerstrebte nicht mehr. Er kam immer so wie heute. War immer außer sich und wollte fort. Und blieb immer, wenn man ihm gut zuredete.
Jetzt reckte Elli den Kopf. Sie stellte sich auf die Zehen.
Drüben unter der Tür reckte sich ein anderer Kopf ihr entgegen. Blond und kraus wie der ihre. Ein lachendes, verschmitztes Gesicht. Zwei strahlende, siegesgewisse Augen, die in die ihren tauchten. Das war Wilkens.
Kaum war diese stillschweigende Begrüßung erfolgt, so tuschelte Elli mit Marga.
„Doktor Perthes! Dein Doktor von Hemsbach!” verkündete sie, noch aufgeregt von dem Glück, Wilkens gesehen zu haben.