„Polsters? Wohl wegen des Inspektors Salzmann, der mit der Frau etwas hat.“
„Sie sehen, wie die Tugend belohnt wird,“ bemerkte Buck und wollte sich ein wenig freuen, doch ließ er es.
„Alle werden Sie leben müssen,“ sagte er. „Das wird schwer sein, besonders für Sie selbst, mit Ihrem Studium. Auf mich dürfen Sie leider nicht rechnen.“
Das läge ihm fern, brummte Balrich. Trotzdem erklärte Buck ihm noch, daß er ihm auf keine Weise von Heßling unbemerkt etwas zukommen lassen könne: „Und Sie kennen meine Feigheit,“ sagte er ironisch, — worauf er ging. Balrich dachte: er überlege sich wohl nicht, daß man ihn hier könne gesehen haben.
Dann weckte er seine jungen Brüder, wir müssen fort, und machte sich auf zu Dinkls, wir müssen fort, entlassen sind wir. Malli erhob ein Jammern. Dinkl stellte den Fuß vor und drohte, das werde man sehen. „Wo ist Leni,“ fragte der Bruder; schon seit den ersten Eröffnungen Bucks dachte er im Grunde nur: Was wird aus Leni . . . Sie schlief noch. Er atmete auf, — als hätte sie schon wissen können und könnte schon getan haben, was er fürchtete, so sehr fürchtete.
Was Dinkl betraf, er war seiner Sache gewiß. Heßling mochte noch eine Weile Schindluder treiben mit uns, seine Zeit war doch herum und Gausenfeld gehörte uns. Daß er uns austrieb, bewies nur, wie sehr er Angst hatte. Auch der alte Gellert, der hierüber sich einfand, war überraschender Weise die Zuversicht selbst. Er machte sich anheischig, bei Klinkorum Unterkunft zu schaffen für alle. Klinkorum habe auf Heßling einen Haß!
Dies erwies sich sogleich als richtig. Der Professor erlaubte dem Gellert, in das Souterrain aufzunehmen, wen er wollte. Seinem Schüler Balrich räumte er sogar eine Kammer im Erdgeschoß ein.
Sie zogen um, als gerade die Arbeiter in die Fabrik aufbrachen. Umringt mußten sie anhalten mit ihren Karren auf dem Weg um die Wiese. Das Karussell ward aufeinandergenommen. Dinkl, den Arm erhoben, rief aus: „Wie die Zigeuner packen wir zusammen, Genossen! Aber was unser ist, bleibt unser, und bald macht ein anderer den Zigeuner.“ Alle stimmten murrend bei.
Da ward ein Anschlag entdeckt, zwischen den Häusern A und B im Torbogen ein großer gelber Zettel, darauf sollte etwas stehen, von der Generaldirektion. „Natürlich wegen Balrich,“ sagten sie rückwärts. „Wer streikt wegen Balrich, wird auch entlassen. Das findet sich, zuerst streiken!“ Und sie riefen: „Ausstand erklären!“ Vorn aber, in dem Torbogen, riefen sie etwas anderes; und je mehr Leute sich hineindrängten und gelesen hatten, um so viele weniger riefen noch Ausstand.
Herbesdörfer kam zurück, er sagte zu Balrich: