„Aber Mama, ich habe doch ihre Einrichtung gesehen“; — und auch Gretchen fand sich ein, süß verschlafen in ihrem langen Nachtkleid. „Ich war bei der Auktion, denn Horst gab ihr unanständig wenig, das muß wahr sein.“
Dies bekam Gretchen schlecht. „Unanständig?“ fragte der Bruder und erhob die Hand. Die Mutter drang gegen sie vor. „Ein junges Mädchen weiß das nicht. Es glaubt es nicht einmal, wenn es dabei ist. Fort, unpassendes Geschöpf!“ — und Gretchen war entwichen so schnell wie aufgetaucht.
Der Generaldirektor inzwischen sah Licht, einen Weg und offenen Himmel. In voller Manneskraft riß er die Zügel an sich.
„Die Dinge stehen so,“ befahl er, „daß mein Sohn den niederträchtigsten Erpressungen unterliegt.“
„Mann!“ kreischte Guste. „So spricht man nicht von einer Dame. Unser Sohn hat Glück bei der Nichte des Generals.“
Aber der Generaldirektor blitzte furchtbar. „Schweig! und folge deiner Tochter. Wo der Ernstfall eintritt, ist nicht der Ort für Weiber.“ Er fuhr fort zu blitzen, bis Guste es einsah, sie habe ausgespielt, und sich, rauschend so gut sie konnte, zurückzog. Der Generaldirektor schloß selbst die Tür.
„Du unterliegst den niederträchtigsten Erpressungen,“ befahl er.
„Zu Befehl, Papa,“ sagte Horst
„Und zwar von seiten einer liederlichen Person, deren Bruder gegen mich den Umsturz mobil macht. In seine Hände gelangen die Unsummen.“
Horst verstand. „Wenn wir das beweisen können —“