„Wir beweisen es,“ befahl der Generaldirektor. „Er hat dich tätlich angegriffen. Er hat dich bedroht, falls du nicht seinen Willen tust.“

Erschreckend sagte Horst: „Das ist sogar wahr.“ Der Generaldirektor blühte auf. „Wo sind deine Zeugen?“

„Wie viel bekomme ich?“ fragte Kraft, dumpf von hinten. Schon hatte der Generaldirektor ihn beim Wickel.

„Maulschellen nach Belieben, oder du redest. Was hast du gesehen, wie kamst du dorthin. Deine Beziehungen zu dem Menschen will ich wissen.“

Kraft, die Gefahr erkennend, leugnete alles. Klinkorum sei es gewesen. „Gleich nach Horst hat er verhandelt mit dem Balrich.“

„Er ist Mitwisser!“ Der Generaldirektor frohlockte. „Vielleicht Mittäter. Auch ihn hab’ ich in der Hand. Los! Wir räumen auf in einem. Morgen früh die Verhaftung.“

Er hielt sich das Herz.

„Ah! es wurde Zeit. Ich dachte wahrhaftig schon —“. Der Generaldirektor faßte Fuß seinem Kassenschrank gegenüber. Feierlich nickte er ihm zu.

„Der Brief! Der Brief, der mich enteignen soll! Ihn zurückholen und dort einsperren, — damit noch meine spätesten Enkel gewarnt werden durch den Anblick der entsetzlichen Drohung, die über dem Haupt ihres Ahnen hing. Dafür bin ich zu allem entschlossen.“ Höher gereckt und lauter: „Ich schwöre es, zu allem; — denn der mir aufgezwungene Kampf um mein Dasein rechtfertigt auch das härteste Mittel. Und sollte ich den Brief aus rauchenden Trümmern hervorziehen . . .“ Er brach ab.

„Drei Stunden können wir noch schlafen,“ stellte er fest. „Ich brauche es.“