Der Generaldirektor wehrte sich, aber Balrich sprach ihm zu: „Wozu soll ich Sie eigentlich beseitigen. Sie kommen doch mit, wohin ich gehe, auch ohne Schießen.“
„Drohen gilt nicht!“ rief der Generaldirektor, aber er bat die Herren, dem Menschen die Handschellen vorläufig wieder abzunehmen. Er begab sich sogar mit ihm abseits, hinter einen Trümmerhaufen der Villa Klinkorum. Die Organe der bürgerlichen Ordnung sahen es mit Staunen, der Generaldirektor trat in vertrauliche Verhandlungen mit seinem Attentäter.
„Augenblicklich lassen Sie mich frei!“ verlangte Balrich.
„Augenblicklich geben Sie mir den Brief!“ heischte Heßling. Balrich bemerkte: „Also zweifeln Sie doch, daß er mit verbrannt ist?“
„Gellert schwört ihn ab,“ raunte Heßling. „Hat ihn nie gesehen. Ich will es ihm raten, nach seinen Seitensprüngen mit der kleinen Dinkl. Vor seiner Abreise habe ich ihm den Brief bezahlt, was er wert ist. Behalten Sie ihn ruhig.“
„Und die Arbeiter?“ fragte Balrich. „Die alles wissen aus seinem Munde? Und die Sie, Mensch, betrogen haben mit der Gewinnbeteiligung?“
„Von meinem Sohn haben Sie Geld erpreßt;“ — leise, hastig.
„Ihr Dasein, Heßling, ist eine einzige Erpressung.“
„Redensart der Tribüne! Aber ein Mordversuch, mein Lieber . . .“
„Wie viele wollten Sie ermorden, als Sie dem Klinkorum sein Haus anzündeten?“