Dem Generaldirektor verschlug es den Atem. Inzwischen stieg aus seinen Trümmern Klinkorum hervor, beschmutzt und zerrissen, in den Händen eine Flasche. Mit einem großartigen Lächeln begrüßte er seine Gäste. „Auf gerettetem Kahn,“ sagte er und zeigte die Flasche her. „Die Herren belieben?“ Da sie nicht antworteten, tat er selbst einen langen Zug. „Die Gastfreundschaft und das Studium,“ sagte er, Atem schöpfend, „das war mein Leben.“ Er versuchte sich aufzurichten, so majestätisch wie einst, und seine Zierden hervorzukehren, die sieben Bartsträhnen, den Spitzbauch in dem klaffenden Wollhemd. Aber er wankte und zitterte. Dennoch schwang er die Flasche und sprach.

„Generaldirektor unser aller!“ rief tönend Klinkorum. „Sie haben gezeigt, wer Sie sind. Ich kann Sie nur hochachten und verehren. Sie sind die Ordnung. Sie sind die Macht. Sie sind die Herrlichkeit.“ Klinkorum breitete, sich neigend, die Arme hin. Hierauf feierlich, getragen von seiner Erkenntnis: „Zu mißbilligen ist der Empörer! Die Welt kann nur bestehen in Strenge und Ungerechtigkeit. Bereit bin ich, auszusagen gegen ihn!“

Hier ging dem Generaldirektor vor Spannung der Mund auf. Klinkorum sah ihm hinein, nicht ohne Ironie; dann nahm er zuerst noch einen Schluck, worauf er leichthin schloß. „Oder es wenigstens für mich zu behalten, wer es war, der wie ein Hase davonlief, als mein Haus brannte.“

Auch dies befriedigte den Generaldirektor. Er bekümmerte sich nicht weiter um Klinkorum; denn erschöpft setzte Klinkorum sich auf seine Trümmer und nahm nicht mehr teil. Er raunte wieder nahe an Balrich: „Sie haben verstanden?“

„Aber Sie nicht,“ sagte Balrich. „Der tote Jauner redet noch weniger als der abgebrannte Klinkorum. Aber darum sind Sie noch immer geliefert.“

„Mensch, was wollen Sie!“ Der Generaldirektor fing heiser zu kreischen an. „Ihre Rechnung stimmt. Erpressung! Aufruhr! Mordversuch!“

„Ihre!“ schnob Balrich. „Enteignung! Betrug! Brandstiftung!“

„Sollten sich die beiden Rechnungen nicht ausgleichen?“ fragte jemand. Der Rechtsanwalt Buck, sie hatten ihn nicht kommen gesehen. Das Auto hielt auf der Straße.

„Ich habe meinen Sohn schon geholt,“ sagte Buck zu Balrich; und zu Heßling: „Auch Hans hat etwas abbekommen heute nacht . . . Genug, ich hörte die Herren verhandeln und biete meine Dienste an.“

„Werden nicht benötigt,“ herrschte der Generaldirektor und sah sich drohend nach seinen Leibwächtern um. „Meine letzte Antwort sind die Handschellen.“