„Onkel Gellert, du mußt jetzt loslegen.“

Da der Alte sich duckte, faßte er ihn beim Arm. „Das hilft dir nicht mehr. Ich weiß schon zu viel. Und dann bin ich dein Großneffe. Wer wird wollen, daß du reich wirst, Onkel Gellert? Der, der dich beerben soll — wie?“

Der Alte zwinkerte von unten.

„Glaube doch nur nicht, daß da etwas zu machen ist. Hast du eine Ahnung, was für eine Laus du bist gegen Heßling?“

„Sage mir, was du mit dem alten Buck gehabt hast. Vielleicht wächst die Laus.“

Seine Faust rüttelte an den Alten, bis er sich entschloß. Ja, bei dem alten Herrn Buck war er damals gewesen, in dem alten Haus in der Fleischhauergrube, mit den Stufen, die abgewetzt waren von den Füßen der ganzen Stadt. Der Vertrauensmann der ganzen Stadt sollte ihm zu seinem Geld helfen. „Das Seine hat er getan. Er hat sich den Vater Heßling kommen lassen, und Heßling hat ihm auch geschrieben.“

„Auch geschrieben!“ rief Balrich unterdrückt.

„Hat ihm schriftlich gegeben, daß in seiner Werkstätte mein Geld stak und daß ich mitverdienen sollte.“

„Wo ist der Brief?“

„Die Abschrift vom Herrn Buck habe ich,“ — und Gellert entnahm sie der Kommode. „Er hat sie mir nachgeschickt auf die Wanderschaft und hat mich vertröstet. Mein alter Kriegskamerad Heßling sei schwer bedrängt, und sonst noch allerlei.“