Da weinte sie und antwortete ihm:

„Dann wirst du mich verlassen.“

Er leugnete es, aber sie glaubte ihm nicht. Das Versprechen gab sie ihm dennoch, alles für sich zu behalten. Dann ging sie, fast von selbst, niedergebeugt in ihrem Tuch, und Balrich hatte vor sich seine Nacht.

Zwei Sonntage später, er hatte soeben die letzte Seite des Buches gelernt, klopfte es an seine Tür, und mit dem Kopf dienernd kam ein Bürschlein zutage, eins in weichem blauen Anzug, mit Lackschuhen und dem ahnungslosen Gesicht der reichen Kinder. Es legte seine Mütze auf das Bett und bat artig um den freien Stuhl.

„Es wird etwas länger dauern,“ sagte es. „Papa will, daß Sie mir das Ganze hersagen.“

Das Bürschlein öffnete das Buch.

„Ich habe dies nämlich schon längst wieder vergessen,“ äußerte es. „Warum wollen Sie überhaupt lernen?“ fragte es vertraulich. „Ein Vergnügen ist es nicht.“

Balrich sagte:

„Zum Vergnügen bin ich nicht da.“

Jetzt antwortete der Knabe: