Ja, es war der Rote. Er war der natürliche Feind des jungen Buck, keines Zusammenstoßes hatte es bedurft, keiner Absage. Längst lauerten sie aufeinander und nur der entscheidende Augenblick fand Buck nicht gesammelt. Balrich hörte, daß sein Freund außer Atem war.
„Er soll herankommen,“ knurrte er. „Dann kriegt er genug.“
Hans Buck antwortete mit Anstrengung:
„Du darfst nicht. Es ist meine Sache.“
Balrich sah den Roten vorgehen und sah, er war der Stärkere.
„Wenn es deine Sache ist, dann hast du längere Beine. Lauf!“ riet er.
„Das ist aber gegen meine Ehre,“ sagte der Knabe aus Villa Höhe, — worauf der Arbeiter die Achseln zuckte und dann lachte, zuerst leise brummend, endlich aber mit wüstem Hoho.
Indessen trat Hans Buck hinter ihm hervor, machte einige Schritte und faßte Fuß. Er spannte sich, ward größer, bekam scharfe Fäuste. Der Feind schlich gebückt, seine Hände streiften das Gras. An der Wendung des Weges angelangt, hielt er an — und bog ab. Hans Buck behielt seine Haltung, bis der breite Mensch, ihn seitwärts anschielend, zu laufen, richtig zu laufen anfing. Darauf kehrte er zu Balrich zurück.
„Der Dummkopf hat sich bluffen lassen,“ erklärte er, mit einer Bewegung, die die Sache abtat. Der Arbeiter hatte zu lachen aufgehört.
Am Waldrand wendete sich ein Mädchen nach Hans um. Da erst kam ihm das Selbstbewußtsein des Siegers, und er wagte es, ihr eine Kußhand zuzuwerfen, — obwohl sie in Begleitung war. Sie war goldblond, ohne Hut und in einem dunklen Tuch wie die Arbeiterinnen, aber der Rock modern und kleine Lackschuhe mit Stöckeln. Ihr Begleiter trug blaues Leinen, wie ein Maschinist, aber darüber einen koketten Sommermantel.