„So wahr der wächst,“ sagte er.
Eine Pause; dann hustete jemand, und alle nahmen ihre Sachen, um in die Fabrik zu gehen. Balrich ließ sie an sich vorüberziehen. Thilde kam und sagte ernst wie eine Nonne:
„Ich warte auf dich. Jetzt weiß ich, du kommst wieder.“
Die Polster, die zu Haus blieb, trieb die Kinder vor sich her. Ihren Bruder Dinkl fragte sie ängstlich, ob denn auch sie etwas bekommen werde. Das wisse man nicht, erwiderte Dinkl sachlich. „Wie die Rechtslage ist. Wenn du es nicht anders willst, müssen wir prozessieren.“ Dann hörte Balrich Zwei noch reden, im Winkel hinten. Zuerst ein dringendes Geflüster, Hans.
„Ich weiß wohl, was du vorhast. Tu’ es nicht, tu’ es nicht! Dich liebt nur einer, und das bin ich.“
Das könne jeder sagen, antwortete Leni nichtachtend.
„Sagen! Aber tun? Auch ich sah in dir nur mein Vergnügen, ich war ein Verbrecher! Jetzt will ich für dich arbeiten, hinaus und verdienen für dich, gleich jetzt. Will sein wie ihr und immer nur arbeiten. Ich liebe nicht nur dich, sondern euch.“
Auf das flehendste:
„Du mußt doch hören, so sagt es dir nicht jeder.“
Jetzt bekam Leni eine Stimme, die Balrich nicht kannte, eine scharfe, entschlossene Stimme.