„Nicht nur mir also, ihm selbst, dem Anstifter, wächst das Tal des Unrates über den Kopf. Sogar über seiner Villa Höhe schlägt es zusammen und verschlingt ihn mitsamt seiner Brut. Gemeinsam sollen wir untergehn!“ — Klinkorum lachte erhaben, wackelnd mit grün drapiertem Spitzbauch, auf allen Seiten umstrahlt von seinen sieben Bartsträhnen, und die langen Zacken sämtlich entblößt.
Heßling seinerseits suchte keineswegs die Fabrik auf, wo das lagernde Geheimnis jetzt täglich zum Ausbruch gelangen konnte. Schon war er wieder unterwegs nach Netzig, und mittags zurückkehrend brachte er den General mit. Die Herren umschritten noch vor dem Frühstück Park und Wald von Villa Höhe. Exzellenz von Popp sagten:
„Ich danke Ihnen, Herr Geheimrat. Meine Dispositionen sind getroffen;“ — worauf der Hausherr ihn zum Frühstück führte, durch die schaukelnden Rosengewinde der Terrasse und über die golden bespannte Halle in den weißseidenen Barocksaal.
Während des Frühstücks war v. Popp für Geschäfte nicht zu sprechen, die Unterhaltung blieb mondän. Nachher, beim Kaffee in der golden bespannten Halle, gab er das Zeichen.
„Was ist in Gottesnamen nun los bei Ihnen?“
Alle waren still. Heßling atmete mit Geräusch, er begann kühn:
„Nichts. In Wirklichkeit nichts. Keine Sabotage, kein Angriff auf Werte oder Personen, nichts. Meine Macht steht vollkommen unangetastet da, ich wollte es mir auch ausbitten. Nur,“ schloß er beklommen, „es geht etwas um.“
v. Popp erwiderte unwirsch:
„Gegen Gespenster kann ich Ihnen die Truppe nicht schicken,“ — indes seine Nichte, geschiedene Frau v. Anklam, ein gespanntes Interesse bezeugte.
Der Generaldirektor bat Exzellenz dringend, ihn nicht mißzuverstehen.