Der Knabe bedeckte die Augen.

„Ich nur muß alles sehen — und soll nichts tun können?“

Schritte, die kamen.

„Sieh die Frau dort bei ihm! Sie will er eifersüchtig machen mit dir. Sogar dazu bist du hier!“

Wieder ihr leichtes Lachen, — Hans sprang auf. Frau von Anklam hatte den Arbeiter im Busch entdeckt, Horst kam ohne sie daher. Hans sprang zu, an die Kehle dem da, unwiderstehlich im Krampf. Bevor Horst es noch wußte, lag er, und das Gesicht ward ihm in den Kies gedrückt. Hans stand stürmisch vor Leni.

„Liebst du ihn noch jetzt?“

„Weder ihn, noch dich,“ sagte sie. „Denn“ — mit einer Bewegung im Kreis, erblaßt und sehr frech: „Wer von euch schenkt mir das?“

Da ließ der Sechzehnjährige die Stirn sinken. Senkrecht aus seinen Augen fielen die Tränen, so ging er fort.

Horst inzwischen tilgte, wie er es nannte, die Spuren der ruhmreichen Szene. Von den Kieseln trug er Male wie Pockennarben, so bot er Leni den Arm. Grade traf auch die Anklam ein, geführt von Balrich. Der Arbeiter und seine Schwester, einander gegenüber, sahen sich scheu an, der Gent und die Dame sich mit Bedeutung.

„Sie, Horst,“ sagte die Anklam, „Furcht erregen Sie nun einmal nicht. Wo Gefahr ist, bleibt ein Rest; mysteriöser Rest;“ — wobei sie den Kopf mit Ironie geneigt hielt gegen die Schulter Balrichs. Und Horst Heßling, über Leni ironisch geneigt: „So ist es.“