„Sie muß schon ein gutes Stück Weg gemacht haben, Ihre Flora“, sagte der Tabakhändler. Plötzlich stand der Kapellmeister auf. Er war rosig bewölkt und streckte die Hand hin.
„Geben Sie sie mir, Chiaralunzi! Ich bringe sie ihr. Es macht nichts. Ohnedies gehe ich ein wenig Luft schöpfen.“
„Aber — die Probe? Sie sind der Maestro!“
Der Kapellmeister griff sich an die Stirn und setzte sich wieder.
„Ich vergaß . . . Ich dachte an etwas anderes . . . Es war nur ein Einfall.“
Der Gevatter Achille erbot sich, die Boa in seinem Lokal aufzubewahren. Der Schneider sprang entsetzt zurück.
„Im Café! Was denkt Ihr denn?“
Alle mußten ihm zureden. Endlich ging er selbst hinein, hängte seinen Schatz an das Kleidergestell, trat davor von einem Fuß auf den anderen, zerrte abwechselnd am linken und am rechten Ende seines rostroten, baumelnden Schnurrbartes.
„Man wird sie anfassen. Hier kommen zu viele Leute“, entschied er endlich und nahm sie herab. „Das beste wird sein, ich trage sie wieder nach Haus. Entschuldigen die Herren!“
Sein Horn ließ er stehen, legte sich die Boa über beide Hände und trug sie Schritt für Schritt die Gasse zurück, die er gekommen war. Hinter ihm zuckten sie die Achseln.