Der Blick des jungen Mannes streifte hinüber, wo er so lange das Meer und die große Ferne gewußt hatte. War es noch dort? Ihm schien auf einmal unnütz, es zu suchen. Dieser Alte hatte es befahren; er war zurückgekehrt, und was blieb ihm? Er sang hohl und zitternd, vorhin nicht anders als sonst. „Nur das Glück, meine eigene Musik gesungen zu hören, bestach mein Gehör, — und vielleicht wollte ers bestechen?“ Dem Kapellmeister kam der Verdacht, der Cavaliere Giordano habe dieses Zusammensein in der Absicht herbeigeführt, ihn sich milder zu stimmen. „Es ist wahr, ich habe ihn auf der Probe bloßgestellt vor den andern. Welches Elend! Ich durfte das: ich, ein Anfänger, — und seinen Namen kannte eine Welt.“ Er war froh der Dunkelheit, die diesen alten Mann nicht sehen ließ, wie tief er errötet war: über sich, über ihn, über den menschlichen Stolz.
„Ich muß eilen“, murmelte er. „Das Orchester wartet auf mich.“
Der Cavaliere Giordano stolperte auf der Treppe.
„Lassen Sie sich Zeit, Cavaliere, und entschuldigen Sie mich.“
Der Alte sputete sich, um mitzukommen, um noch einige Minuten lang nicht allein zu sein. Aber er blieb zurück.
An der Ecke beim Wirtshaus „zu den Verlobten“ trat, als der Kapellmeister heranstürmte, die kleine Rina aus dem Schatten und rief etwas. Er war schon vorüber und rief zurück:
„Ein andermal. Ich bin aufs höchste beschäftigt.“
Er erreichte den Corso und zog im Laufen den Hut, denn in die Gasse drüben bogen der Advokat Belotti, der Tabakhändler Polli und der Apotheker Acquistapace ein. Sie drohten ihm mit dem Finger und stießen sich an.
„Ah! der Maestro. Wer weiß, von welchem Abenteuer er kommt.“
Sie selbst waren auf der Suche. Von Zeit zu Zeit blieben sie unter einem Hause stehen, und einer von ihnen flüsterte: