Die Pipistrelli und Frau Acquistapace nickten erbittert. Der alte Fantapiè rief aus:

„Sie ist das Weib von Babel.“

„Beim Bacchus,“ bemerkte der Schlosser Scarpetta; „nachdem schon der Advokat, der Baron, der Herr Polli und, wie man sagt, auch der Knecht des Wirtes Malandrini bei der Italia daranwaren, weiß niemand, ob nicht an ihn selbst die Reihe kommt.“

Da die beiden Frauen sich wütend von ihm abkehrten, schielte er vor sich hin. Alle schwiegen, — und Don Taddeo erblickte sie, das Weib, wie er sie durch jenes Domfenster erblickt hatte, zu dem er hinaufgestiegen war, weil Pipistrelli mit der Stange eine Scheibe zerbrochen hatte. Er hatte nicht gewußt, daß sich von dort oben geradeswegs in ein Fenster des Gasthauses „zum Mond“ sehen ließ; und dies Fenster war ihres, und was er antraf, war eine Umarmung. Vor Zittern hatte Don Taddeo kaum die Leiter hinabgekonnt. Noch hier im Dunkeln zitterte er, da jenes Bild wiederkehrte . . .

„Don Taddeo“, rief der Baron Torroni und kam rasch von seinem Hause her. „Wenn Sie Zeit haben, läßt die Baronin um Ihren Besuch bitten.“

Don Taddeo hob scheu die Stirn, grüßte, ohne den Baron anzusehen, und machte nach dem Palazzo Torroni hin Schritte, bei denen ihm die Soutane hörbar um die Beine schlug.

„Die Baronin hatten wir vergessen. Noch ein frommes Schaf zum Trost des Hirten“, sagte die Pipistrelli.

„Aber der Baron“ — und man spähte ihm nach — „geht ins Theater, das sieht man, denn er hat seine Ledergamaschen ausgezogen. Die arme Baronin! Welch einen Kampf sie hinter sich hat!“

„Und jetzt ist alles aus, da jenes verdammte Komitee Gewalt anwendet!“

„Läutet Pipistrelli nicht etwa schon schwächer?“ fragte seine Frau. „Ich bin sicher, daß sie ihn bedrohen!“