„Mancafede hat ihn uns geliehen. Er wollte ihn anfangs nur verkaufen; wir mußten drohen, seine Konzession für die Diligenza nach Cremosine zu hintertreiben. Welch alter Spitzbube!“

Sie betraten den engen Gang um die Logen.

„Guten Abend, Vater Corvi!“ — und da der Schließer die Hand hinhielt: „wir haben keine Eintrittskarten, aber Ihr wißt, daß die Loge mir gehört.“

„Unmöglich, Herr Advokat. Die Loge gehört Ihnen; aber damit ich Sie hineinlassen kann, müssen Sie den Eintritt bezahlen, und auch der Herr Acquistapace muß ihn bezahlen.“

Der Alte blinzelte aus seinem ungeheuren roten Gesicht die Herren zynisch an, und sein Bauch versperrte ihnen den Durchgang.

„Keine Dummheiten, Corvi“, sagte der Advokat. „Ihr wißt wohl, daß Ihr Euch um die Stelle bei der öffentlichen Wage bewerbt.“

„Mag sein, Herr Advokat, und ich rechne dabei auf Ihre Protektion; aber ich kann die zwei Lire für Ihren Eintritt nicht aus meiner Tasche bezahlen, denn ich habe sie nicht.“

„Wenn Ihr nicht dreimal Bankrott gemacht hättet,“ — und der Advokat begann zu tanzen und die Luft zu klopfen, „dann brauchtet Ihr heute abend die Leute nicht um Karten zu belästigen.“

„Gott hat es so gewollt“, sagte der Alte, indes der Advokat enteilte.

„Treten Sie inzwischen nur ein, Herr Acquistapace, ich rechne auf Ihre Empfehlung für die öffentliche Wage.“