„Endlich können wir sagen, daß wir frei sind.“

„Bravo!“ — und der Advokat machte Kratzfüße vor Galerie, Parterre und Logen. Darauf fiel er dem alten Acquistapace in die Arme und keuchte:

„Ich bin glücklich, o Freund, aber es ist gleich, draußen ging es heiß zu. Deine Frau war eine der Gefährlichsten. Sie wollte hier eindringen, zum Glück hat Corvi die Logen verteidigt; ich werde ihm die Stelle bei der öffentlichen Wage verschaffen.“

„Der Advokat bringt den Don Taddeo zum Schweigen“, flüsterte die junge Amelia, mit ungleich geröteten Wangen.

„Es lebe der Advokat!“ schrie die Galerie.

„Aber jenes Wort hat Garibaldi gesprochen“, sagte der Gemeindesekretär Camuzzi; und über ihm, in der Klubloge verlangte man ironisch die Hymne an Garibaldi. Darauf wollte der Apotheker Acquistapace sie im Ernst hören. In der Gewißheit, seine Frau werde nicht bis zu ihm vordringen, schrie er sich dunkelrot, und neben ihm klatschte die alte Mandolini. Jemand im Parterre zischte: es war der Bäcker Crepalini.

„Zur Tür!“ rief die Galerie.

„Wie?“ antwortete er und hielt sein Bulldoggengesicht hin. „Ich habe sechs Plätze bezahlt, die kosten mehr als eine Loge, und ich sollte nicht meine Meinung sagen?“

„Er hat recht, der Bäcker“, sagte droben der Schlosser Fantapiè zum Schlosser Scarpetta, und beide sahen sich drohend um.

„Ihr möchtet eine Tracht Prügel?“ fragte ein Mann im Fuhrmannskittel sie und warf alle zur Seite, um heranzugelangen. Im Orchester schlug der Schneider Chiaralunzi mit seinem Horn gegen die Rampe.