„Die Hymne!“
„Sieh mal an!“ sagte der Baron Torroni zu Frau Camuzzi. „Wir werden dem da nichts mehr zu tun geben.“
„Die Galerie wird einbrechen von dem Getrampel“, jammerte der Kaufmann Mancafede, „und uns auf die Köpfe fallen. Der Advokat war ein Narr mit seiner Hymne.“
„Das alles ist nicht gut“, — und Frau Camuzzi drückte sich in den Schatten. „Was wird Don Taddeo sagen?“
Auch Raffaella, Theo und Lauretta hatten die Tücher vor den Mund gedrückt und betrachteten mit Angst und Mißbilligung die Wellen, die dort oben und dort hinten das Volk schlug.
„Was denn! Was für eine Hymne! Pappappapp!“ machte Galileo Belotti immer wieder; und im Orchester ahmte der Barbier Nonoggi den Hahn nach. Plötzlich hatte ihn seine Frau am Kragen und schüttelte ihn.
„Auch du hast die Hymne verlangt, du Heide!“
Man lachte. Auf der Galerie klatschten Felicetta und Pomponia sich die Schenkel und kreischten. Frau Salvatori und Frau Malandrini streckten gleichzeitig den Fächer aus nach der Loge der Jole Capitani. Alle sahen hin, sogar die alte Mandolini nahm ihr Lorgnon.
„Der Advokat ist bei der Jole“, sagte man rundum. „Es ist also wahr . . . Wie entzückt sie ihn betrachtet! Sie hat den Kopf verloren, die Arme.“
„Signora,“ sagte der Advokat, „ich bin gekommen, um die Huldigung, die dieses Volk mir darbringt, Ihnen zu Füßen zu legen.“