„Bravo!“ und der dicke alte Zecchini stieß sich im Stehparterre mit seinen Zechbrüdern an. „Auch der da macht sich einen guten Tag. Fest stehen, Gevatter! . . . Und er sagt die Dinge, wie sie sind, dieser Alte: Seid fruchtbar, meine Kinder, zeugt mir Enkel! Bravo!“

Die Pächter vorn erklärten einander:

„Er will, daß das Gut in der Familie bleibt. Man versteht ihn schlecht, aber es scheint, daß er ein vernünftiger Mann ist . . . Natürlich muß eine Frau dazwischen sein! Was will sie von dem jungen Ehemann? Ach ja: er hätte lieber sie heiraten sollen. Und das Gut? Freilich ist sie ein schönes Mädchen, schöner als die andere.“

„Das sieht der Italia ähnlich“, bemerkte der Gastwirt Malandrini in seiner Loge. „Jetzt hetzt sie die Burschen gegen die Neuvermählten: die Tonietta habe ihn betrogen. Dabei hat sie selbst den Baron betrogen, mit dem Advokaten und den andern.“

„Schweig!“ sagte Frau Malandrini, drückte ihr Kinn auf dem Halskragen breit und bekam ein Gesicht wie ein roter Kegel. „Schweig doch! Du weißt nicht, was du sprichst. Ein Mann wie der Baron denkt gar nicht an solche —“

Sie biß sich auf die Lippen.

„Was wollte ich denn da sagen?“ dachte sie. „Diese Musik macht, daß man den Kopf verliert und plaudert.“

Auf der Galerie kicherte es.

„Sieh die Mädchen! Sie sehen durchs Fenster in das Schlafzimmer der Neuvermählten. Aber es ist gewiß nicht wahr, daß die Tonietta getan hat, was ihr sagt. Ihr seid neidisch! Die kleine Blonde hat recht, die eine Blume auf das Bett wirft. Jetzt werfen auch die andern Blumen. Warum ist das eine Sache, die traurig macht?“

Auch Mama Paradisi und ihre Töchter ließen Tränen fließen, und die Witwe Pastecaldi schluchzte kindlich.