„Das ist geradezu göttlich!“

„Wie? Wir haben es gehört!“ — und die jungen Leute hinten, mit den großen Hüten und den bunten Halstüchern, schüttelten die Hände der Bauern um Galileo Belotti. Er schalt:

„Was denn noch einmal? Morgen noch einmal!“

Aber niemand achtete auf den andern. Der Advokat Belotti keuchte vom Freund Acquistapace zur Schwester Artemisia.

„Habe ich euch nicht gesagt, dies sei das Schönste? Und ich bin der erste gewesen, der es gehört hat: schon auf der Probe! . . . Signora,“ und er dienerte über die Scheidewand zur Frau Mandolini, „ich hätte Ihnen den Erfolg dieses Duettes vorhersagen können, denn ohne mich rühmen zu wollen —“

Sie hörte ihm nicht zu, und der Advokat sah sich sehnsüchtig nach seinem Feinde Camuzzi um. Die Loge, worin nun die alte Mandolini saß, hatte er doch den Camuzzi vorbehalten! Was war denn geschehen? Warum fand er nicht neben sich den Camuzzi, der gewiß alles für schlecht erklärte?

„Ein schöner Schwindel, der Komödiant mit seiner Liebe! Ich kenne sie!“ dachte Frau Camuzzi. Und Frau Zampieri:

„Das alles tut Nina, meine Ninetta!“

„Heraus! Noch einmal!“

Und die beiden traten, noch immer die Arme umeinander, wieder aus dem Hause. Der Kapellmeister hatte schon abgeklopft. „Wie sie wollen! Dann verbringen wir hier also die Nacht. Ich werde ganz sicher keinen Versuch mehr machen, es zu hindern.“ Er befragte die Sänger mit dem Blick und ließ sogleich wieder anfangen. Diesmal blieb der Saal ohne Laut. Nachher vergaßen viele zu klatschen; sie schüttelten die Köpfe. „Es war noch schöner. Man würde es nicht glauben.“