„Dieses Stück ist gut, denn es macht, daß mir Ideen kommen. Ich sehe zu wenig, um die Bühne zu unterscheiden; aber in diesen Klängen erweitert sie sich mir zu einem Lande unendlicher Liebe. Ein ganzes Volk hält sich umschlungen und verbrüdert sich. Es hat gütigere, geistigere Gesichter, als sonst Menschen haben. O! nun öffnet es sich, und hervor tritt ein Engel . . . Planten wir nicht solches, Beatrice, als wir jung waren?“
„Aber wir hatten es ja!“ erwiderte die Alte. „Noch immer haben wirs, Orlando!“
„Kein Vergleich mit unserem Phonographen“, sagte der Tabakhändler Polli zu seiner Frau. „Bei uns singen Tamagno und die Berlendi; was sind daneben diese armen jungen Leute?“
Ihr Sohn Olindo dachte ganz still unter seinem roten Schopf:
„So viel Liebe! Gibt es das? Wie muß man sein, was muß man tun?“
„O Rina!“ flüsterte auf der Galerie der Geselle des Schlossers Fantapiè; „wenn du mich nicht liebst, werde ich mich töten.“
„Woran hast du jetzt gedacht, Klothilde?“ — und der Doktor Ranucci stellte sich mit ausgebreiteten Armen vor seine Gattin. „Ich sehe dir an, du denkst an den Tenor. O, wären wir nie hergekommen!“
Ihre blassen Augen glitten ab; sie hob schüchtern die Schultern.
Das Parkett war auf den Füßen. Über die beiden Fräulein Pernici hinweg, die weinten, sagte der Leutnant Cantinelli, außer sich, zu Mama Farinaggi, der Hausfrau aus der Via Tripoli: