„Wenn Luciano endgültig die Hilfslehrerstelle bekommt, haben wir fast schon zu essen . . . Wird der junge Mandolini Ernst machen? Er blickt über seine Geige hinweg immer auf Nina. Spiele weiter, Ninetta!“
„Siehst du,“ sagte nebenan Lauretta zu Theo, „ich wußte, daß diese Tonietta ein anständiges Mädchen sei und keine —. Jetzt glaubt auch er ihrs, wie es scheint, und sie zeigen sich durch das Fenster ihr Bett mit den Blumen. Wie das rührend ist!“
„Aber sie wollen sterben.“
„Das sagt er; die Männer sagen das oft; und man glaubt es ihnen, solange man noch wenig Erfahrung hat.“
Mama Paradisi neigte sich, von ihren Töchtern ungesehen, über die Wand der Nachbarloge, und sie seufzte.
„Die Tonietta hat recht: das beste ist, sich auch im Unglück lieben.“
Der Kaufmann Mancafede nickte — in der Hoffnung, seine Kommis würden es nicht bemerken.
Rosina Giocondi wandte sich ab. „Wie viele Lügen! Und wenn sie nicht das Haus als Mitgift hätte? Sie tut wohl, ihn daran zu erinnern: Sieh, Geliebter, unser umblühtes Haus!“ Ein Flüstern ging um.
„Ah! Da ist es. Ich warte schon längst darauf . . . Still doch, Elenuccia, etwas Schöneres wirst du niemals hören . . . Eine Minute, Signora: dies Duett ist das berühmteste Stück in der ganzen Oper . . . Ah! Ah! Was ist denn das? Sind dies noch Menschenstimmen? Singen nicht auch die Bäume? Singt nicht der Mond? . . . Diese Musik ist aus Seide!“
Der alte Literat Ortensi sagte zu seiner Freundin, der alten Frau Mandolini: