„Danke,“ — und sie fauchte ihn an.

„Wofür?“ fragte er, tief errötet und dennoch, aus Kopflosigkeit, noch immer mit dem Lächeln, das er den Zuschauern gezeigt hatte.

„Sie fragen?“

Die Primadonna setzte die Hände auf die Hüften und warf die Büste nach vorn. Über die entblößte Haut sah man rote Schauer laufen, das Gesicht war in die Länge gezogen von Haß und Wut.

„Ich weiß freilich, daß Sie nichts gelernt haben. Von guten Freunden, die Ihre Vergangenheit kennen, erfahre ich, daß Sie überhaupt kein Konservatorium besucht haben. Nicht wahr, Maestro?“

Er wich erbleicht zurück.

„Aber das könnten Sie trotzdem wissen, daß man bei einem Beifall wie dem meinen die Arie wiederholen läßt!“

„Wir haben das Duett wiederholt“, sagte er und zog an seinen Fingern.

„Stellen Sie sich nicht kindisch! Was habe ich davon, wenn ich mit einem andern teilen muß? Dem Nello werfe ich nichts vor.“

„Wie? Was soll ich?“ fragte der junge Mann, ohne mit dem Auge das Loch im Vorhang loszulassen.