„Ich verbiete Ihnen, mein Fräulein —“
„Du bist doch nur eifersüchtig, mein Alterchen“, sagte sie und griff ihm unter das Kinn. „Aber ich liebe noch immer nur dich.“
„Hoffen wirs! Du darfst übrigens nicht wieder in den Laden rufen. Wehe, wenn meine Frau drinnen gewesen wäre . . . Auf morgen um drei! — aber wenn du mir den Jungen nicht in Ruhe läßt, sind wir keine Freunde mehr.“
„Das wäre schrecklich“, rief sie ihm nach. „Und die Zigarette?“
„Unglücklicher, was tust du noch hier?“
Denn Olindo saß auf einem Versatzstück und weinte.
„Anstatt ein Menschenleben zu retten, indem er einen Arzt holt, jammert dieser Unglückliche um eine Komödiantin! Eine Frau ohne einen Heller, die dir niemals treu sein würde!“
„O ja! das wäre sie!“
„Ah! Und der Advokat? Und der Baron? Frage sie einmal nach den beiden!“
„Das ist nicht wahr!“ — und Olindo sprang auf, den Blick voll blinden Opfermutes. Der Vater lehnte sich zurück; er setzte sich den Finger auf die fette Brust und lächelte breit.