„Welch gute Erfindung“, rief der Vater fröhlich. „Daß dieser Tenor krank werden mußte! Der Bucklige krank, der Tenor krank, alle krank: nur ich nicht.“
Die Töchter sahen sich, die Zähne auf der Lippe, aus den Augenwinkeln an. Beunruhigt schielte der Vater nach ihnen hin.
„Oder bin ich vielleicht jemals krank gewesen?“
Da sie weiter schwiegen:
„Denn daß ich mir auf der Treppe das Bein gebrochen habe, das kann man doch nicht Krankheit nennen.“
Er ließ die Backen hängen und hatte einen bettelnden Ton.
„Habe ich nicht erst neulich in Adorna mit einem Handlungsreisenden gewettet, ich würde dreißig kleine Vögel essen, und habe die Wette gewonnen?“
Plötzlich schlug er sich wieder auf die Knie.
„Dieser Galileo streichelt ihr schon das Gesicht! Ah! das ist noch eine ganz andere Komödie, als die der Komödianten. Man müßte dabei sein. Was meint ihr, wenn ich hinginge?“
„Bleibe lieber da“, sagte Frau Giocondi. „Wer weiß, was der Doktor tut, wenn er zurückkommt . . . Da ist er schon.“