Seine blauen Augen glänzten feucht in seinem rosig bewölkten Gesicht. Sie musterte ihn kalt.

„Es war ein großer Abend“, stammelte er. „Vielleicht waren wir alle nur dazu da, Sie noch größer zu machen. Aber auch ich habe gelebt heute abend, und ich danke allen dafür —“

Mit einer zitternden Geste:

„Allen.“

Sie sah, die Mundwinkel gesenkt, düster weg.

„Auch noch danken“, murmelte sie. „Ich hasse alle, weil ich sie nicht einfach verachten kann. Ich hasse sie, und ich — liebe sie. Vielleicht möchte ich, daß sie mir zujubeln und daran ersticken. Danken? Bilden Sie sich ein, daß, was geschieht, um Ihren Dank geschieht? Fühlen Sie nicht, wie alles böse und gefährlich ist?“

Sie zuckte die Achseln und drehte ihm den Rücken.

„Den schönsten Hut“ — und der Advokat verbeugte sich mit Wucht nach dem Tisch zur Linken, „ah! nur Frau Aida Paradisi hat ihn.“

Die beiden Töchter lugten unter der weiten schwarzen Spitzenwolke hervor, die über dem Haupte der Mutter schwebte, und auch der Kaufmann Mancafede zeigte sich darunter. Er erhob ein Glas Punsch und schlug vor, die Tische zusammenzurücken. Es geschah; und sogleich fragten die Damen nach dem Tenor Nello Gennari. Man suchte ihn vergeblich.

„Aber ist es zu glauben,“ sagte der Advokat, „daß dort hinten eine Nonne umherstreicht? Nach Mitternacht noch sind diese heiligen Unterröcke unterwegs! Sollte man nicht der kirchlichen Behörde einen Wink geben?“