„Er ist so zart, der arme junge Mensch“ — Mama Paradisi wand sich nach allen Seiten, um ihrer Stimme den delikatesten Fall zu geben. „Sein Unwohlsein von vorhin wird er noch spüren; und vielleicht verträgt er auch die Nachtluft nicht.“

Der junge Savezzo verfolgte unter gewulsteten Brauen den Zipfel einer weißen Flügelhaube, der aus dem Schatten des Bogenganges hervorhuschte und wieder darin verschwand. Wie der schöne Alfò mit Kaffeegeschirr vorüberlief, hielt Savezzo ihn an.

„Alfò,“ raunte er, „man nimmt dir die Alba weg.“

Der Sohn des Caféwirtes lächelte glücklich.

„Die schöne Alba, ich werde sie heiraten.“

„Bist du so gewiß, daß sie dich liebt?“

„Warum kommt sie sonst täglich zur Messe? Nur um hier vorüberzugehen und mich anzusehen.“

„Aber seit einer Woche kommt sie nicht mehr.“

„Sie kommt nicht mehr,“ — und die Augen des jungen Mannes strahlten vor Eitelkeit — „weil sie mit mir schmollt; denn das letztemal habe ich versäumt, sie anzusehen, weil ich den Wein aufwischte, den der Schlächter Cimabue verschüttet hatte. Im Mai aber bin ich zwanzig Jahre alt und heirate sie, sie mag ruhig sein.“

„Alfò, man verführt dir die Alba. Es ist der jüngste der Komödianten, jener Tenor, der sie dir verführt.“