Aber als der schöne Alfò, man wußte nicht warum, zähnefletschend gegen ihn losbrach, rollte Galileo auf seinen kurzen Beinen ganz schnell in das befreundete Lager zurück. Der schöne Alfò trug, eitel lächelnd, den blauen Klemmer des Pächters als Beute heim.
Dennoch schlugen sich die Bauern auf die Seite des heiligen Agapitus.
Wie der Schlosser Scarpetta vom Tor her zu der Partei des Mittelstandes stoßen wollte, trat der Advokat Belotti ihm in den Weg und versprach ihm den Teil der Arbeiten im Rathaus, der sonst Fantapiè zugefallen wäre; und darauf blieb Scarpetta. Auch den Schneider Chiaralunzi, der aus der Gasse der Hühnerlucia kam, wollte der Advokat durch Aufträge verlocken. Der Schneider antwortete:
„Der Herr Advokat möge mich entschuldigen, denn ich habe die größte Achtung vor dem Herrn Advokaten, aber der ist kein guter Mann, der es nicht mit seiner Klasse hält.“
Und er ging hinüber.
Polli kehrte zurück. Er brachte niemand als nur seinen Sohn, den er vor sich herstieß. Beide waren gerötet und schienen erschöpft. Der Tabakhändler keuchte:
„Da ist mein Sohn Olindo, er soll für die Freiheit kämpfen. Glaubt ihr vielleicht, er wäre von selbst gekommen? Ah! mein Sohn ist ein Typus, dem an der Freiheit wenig gelegen ist. Statt dessen hat er, indes sein Vater um die öffentliche Sache bemüht ist, in meinem Hause, ja, in meinem eigenen Hause jenes Weibsbild, die große gelbe Choristin bei sich und tut mit ihr, was ihr euch denken könnt.“
Olindo bekam einen Rippenstoß.
„Als seine Mutter dazukam, ist sie in Ohnmacht gefallen. Was mich betrifft: eine solche Verderbnis unserer Kinder macht mir geradezu Lust, jenem Priester recht zu geben.“
Auch der Herr Salvatori äußerte Besorgnisse um seinen Neffen. Um nicht weitere Verwirrung in den Geistern aufkommen zu lassen, nahm der Advokat den Tabakhändler ernst beiseite.