„Also ein Feind der Bemittelten ist der Advokat. Er verbündet sich zur Befriedigung des Ehrgeizes mit dem Umsturz. Aus dem Herrschsüchtigen bricht der Anarchist.“

Der Advokat fuhr herum:

„Und Sie, Herr Camuzzi, haben sich zur Genüge verraten. Ihre Zweifelsucht, Ihre Kritik an der Tätigkeit des Menschen, Ihr Quietismus: alle diese schönen Dinge führen schließlich in den Schoß der Kirche. Begeben Sie sich doch dort hinüber! Tragen Sie doch gemeinsam mit Savezzo, dem Neidischen, das Banner des heiligen Agapitus! Bei uns aber —“

Mit der Rechten gen Himmel langend, setzte er sich an der Spitze der Arbeiterkolonne in Bewegung.

„— kämpfen wie einst, als wir denen von Adorna den Eimer abgewannen, über unseren Köpfen schwebend Mars, Venus und Athene.“

Der Apotheker, Gaddi und der Baron Torroni schlossen sich an. Die Herren Giocondi und Polli sahen sich wild um; ein kriegerischer Wind strich schwindelnd um die Stirnen; auf einmal brachen mit mächtigem „Hohoho!“ alle los.

„Seht ihr, daß jene Furcht haben?“ sagte der Advokat zu den Arbeitern hinter ihm. „Sie rühren sich nicht. Und sie glauben, sie werden heute abend in den Logen sitzen? Ihr werdet darin sitzen, ihr. Dem Volk die Logen!“ rief er und warf im Zusammenprall den Schuster Malagodi um. Die zehn Arbeiter fanden vor ihrem Wege, wie eiserne Schranken, die nackten Arme des Schlächters Cimabue. Der Gevatter Achille wälzte seinen Bauch über den Freund Giovaccone; er brüllte:

„Seit zwanzig Jahren erwarte ich diesen Tag. Ich will sehen, ob du auch in den Adern Weihwasser hast!“

Der Fuhrmann war daran, über Galileo Belotti herzufallen, aber Galileo machte, und schnappte dabei mit den Zähnen, so furchtbar „Pappappapp“ und „Buffone“, daß der Fuhrmann bestürzt zurückschwankte.

Der Advokat sah sich dem Savezzo gegenüber. Inmitten des Kampfgewühles verschränkten beide die Arme.