„Und man fühlt es nicht, so weich ist es. Fühle auch du!“

„Das Fräulein wird vielleicht nicht wollen.“

Er rührte sich nicht. Flora Garlinda legte selbst eine seidene Welle über seine Hand; und wie das Schwanken der großen, starkknochigen Hand das leichte, wehende Haar auf und nieder warf, lächelte sie glücklich. Der da vermaß sich nicht, an sie zu rühren. „Er liebt mich so, wie wenn ich fort wäre und in allen Hauptstädten berühmt wäre.“

Der Schneider sagte:

„Es ist gut, daß nicht jede Frau solches Haar hat.“

Die Frau stieß ihn an.

„Wenn die Rina, die Magd des Tabakhändlers, solches Haar hätte, würde er sie nicht verlassen.“

Da der Schneider nicht antwortete, fragte Flora Garlinda:

„Wer?“

„Der Maestro“, — und die Frau setzte sich sogleich zu ihren Füßen auf den Herd.