„Leute wie du gehen nicht auf der Landstraße“, sagte er, düster lachend; und auf der Kreuzung der langen Buschgänge, vor einer Kapelle:
„Hier habe ich sie gestern belauscht. Sie sagte zu ihm: ‚Du sollst die Madonna nicht ansehen, ich bin eifersüchtig auf sie.‘ Dann schwor er ihr Treue, und sie versprach ihm, daß sie zu ihm entfliehen wolle, gleich morgen, kaum daß die Komödianten fort seien . . . Laß das Messer in der Tasche!“ — und der Savezzo trat, die Arme verschränkt, einen Schritt vor. Der schöne Alfò wich, leise winselnd, zurück.
„Da sind sie“, flüsterte der Savezzo vor Villascura. „Sie verstecken sich nicht einmal mehr. Alle Bauern, die vorbeikommen, haben sie umarmt gesehen, und du, Dummkopf, willst noch zweifeln?“
Der schöne Alfò warf sich lang hin; er erstickte sein Gewimmer im Staub.
„Wenn du ihn ermordest, kommst du auf die Galeere“ — und der Savezzo zog sich lautlos zurück, indes der schöne Alfò, flach am Boden, über die Straße und durch den Spalt im Gatter kroch. Er warf sich seitwärts auf die weiche Erde zwischen den Zypressen, wand sich von einer zur anderen, und dazwischen, die Zähne gefletscht, spähte er.
Nello ließ einen silbernen Spiegel in der Sonne glänzen.
„Welche feinen Dinge du mir schenkst! O! ich habe eine elegante Frau zur Geliebten, eine Dame der großen Welt.“
„Ich?“ sagte Alba und hob sich, schwach errötet, an seinen Schultern empor. „Ach, ich Arme! Du aber kennst die Frauen der großen Städte.“
„Wie deine Hände duften!“
„Hast du mir nicht das Parfüm gegeben, das die Gräfinnen gebrauchen? Mein Nello, du weißt so vieles, was ich nicht weiß.“